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Schöpfung nach Gabi, oder: „Wie das Universum sich selbst aus dem Nichts erdachte"

Kapitel 1. Schöpfung der Grundzutaten

  

Wieder einmal stach mir eine Nachricht in die Augen, die mir keine Ruhe lässt und mein Gehirn zwingt, sich ein Bild zu machen.

Schon die Überschrift des Artikels verursachte mir dieses leise Kribbeln unter der Schädeldecke das mir sagt, dieser Gedanke schreit nach weiteren Gedanken.

 

Da ich kein Wissenschaftler bin, kann ich mir erlauben, einfach mal los zu träumen und mir eine Geschichte dazu auszudenken, die mir, wenn auch abstrakt, soweit schlüssig scheint, dass sie meine Fantasy anregt. Ich versuche trotzdem, auch die Menschen zu Wort kommen zu lassen, die wirklich was von der Sache verstehen.

 

Doch lasst uns einfach mal da beginnen, wo alles begann:

 

Forscher sehen erstmals, wie Teilchen aus dem Nichts entstehen 

 

Wissenschaftler haben erstmals direkt beobachtet, wie Teilchen aus dem scheinbar leeren Raum entstehen. Das berichtete die STAR-Kollaboration am Brookhaven National Laboratory in den USA.  Die Messungen wurden am Relativistic Heavy Ion Collider durchgeführt. 

 

In diesem Experiment liefern die Wisenschaftler den deutlichsten Hinweis darauf, dass "leerer" Raum keineswegs leer ist. 

 

Nach gängiger Theorie ist das Vakuum von kurzlebigen sogenannten virtuellen Teilchen durchzogen, die ständig entstehen und wieder verschwinden. Unter normalen Bedingungen bleiben sie unbeobachtbar. 

 

Wird so einem Teilchen ausreichend Energie zugeführt, kann ein Teilchen seinen Zustand ändern. und von reiner Energie in messbare Masse übergehen. (10.04.2026 11:05 Uhr, Von Christian Kahle, Original, etwas gemäßigter publiziert in Nature am 4. Februar 2026, STAR Collaboration, Brookhaven National Laboratory.) 

 

Das führt zu einer grundlegenden Frage. Was passiert da jetzt genau?

 

Wie wir alle wissen: Am Anfang war das Nichts.

 

So viel Nichts, das die allumfassende Präsenz zur Information wurde. Ein Bit, eine einzige Eins. Die Eins die alles änderte. Denn in dem Moment, in dem die Eins sich zur Information formte, wurde jede Nichtinformation zur 0.

 

Wir reden hier zwar von einem einfachen Bit, aber im Nachhinein betrachtet war mehr als nur eine Eins.

 

Es war das erste Geräusch, dass im Nichts erschallte. Eine Information die sich als Frequenz ausbreitete. Ich nenne es jetzt mal Ur-Ping. Nicht so laut wie ein Urknall, aber mindestens genau so nachhaltig. Denn mein Ur-Ping konnte etwas, das ein Knall nicht erklären würde.

 

Eine allererste Information die sich ausbreitet wie eine einzige kontinuierliche Kurve, eine Linie, die eine zweidimensionale Fläche vollständig ausfüllen kann. (Giuseppe Peano, 1890. Raumfüllende Kurve heißt das seither.)

 

Das ist nicht so befremdlich wie es zuerst scheinen mag. aber genau so wurde bei den frühen Fernsehgeräten ein Bild erzeugt. Ein Bildpunkt, der von oben links bis unten Rechts den Bildschirm füllte, während das Bild immer weiter läuft. Das ist nicht exakt das selbe, aber das Prinzip, mit nur einer Linie  einen Raum Schritt für Schritt füllen, das kennt jeder dernoch alte Röhrenbildschirme kennt.

 

Aber wie das mit Frequenzen nun mal so ist, während sie sich nach vorne hin ausbreiten, verliert sich die Spur hinter ihnen. Es entstand die erste Entropie. Während der Ping durch das Nichts eilte und wabernde Daten sich vereinten und Informationen bildeten, formte sich hinter ihm ein unendliches Meer von ungeordneten, entropischen Daten.

 

Und genau da beginnt es in meiner Geschichte.

 

Durch den Zerfall der Daten entstand Energie, wie Rolf Landauer, 1961 bewiesen hat. Er zeigte in seinen Forschungen auf, dass wenn Information gelöscht wird, genaugenommen, wenn ein Bit von 1 auf 0 kippt, muss zwingend Energie als Wärme freigesetzt werden. (Wenn man von unendlich vielen Daten ausgeht, eigentlich eine ganze Menge Energie.)

 

Nur für die, die dies genau wissen wollen:

 

W = k_B · T · ln 2

 

k_B ist die Boltzmann-Konstante (1,38 × 10⁻²³ Joule pro Kelvin), 

T ist die Temperatur des Systems, 

ln 2 ist der natürliche Logarithmus von 2 (weil ein Bit genau zwei Zustände hat. Ist, oder ist nicht)

 

Bei Raumtemperatur (~300 Kelvin) sind das pro gelöschtem Bit etwa 2,8 × 10⁻²¹ Joule pro Löschvorgang, also winzig klein. Aber die Menge machts!

 

Der einzige Haken!

 

Ich rede hier vom Ur-Zerfall, wo noch keine Temperatur im heutigen Sinne existiert. Was ist also T, wenn es noch keinen Raum gibt der eine Temperatur haben könnte? Doch dieses Problem können wir schnell lösen!

 

Information und Energie sind nicht trennbar.

 

Wie wir alle schon mal in Physik gehört haben: Energie geht nicht verloren, sondern sie wandelt sich nur.

 

Ich stelle mir also mal vor, all die vielen Daten die da zu Energie geworden waren, verdichteten sich und wurden zu masse mit eigener, wenn auch bisher noch nicht messbarer aber Wandelbarer Gravitation. Damit streifen wir nur ganz knapp Einstein. (E = mc²: Energie und Masse sind dasselbe, nur in verschiedener Form.)

 

Während nun unser Ur-Ping unablässig umherzieht, füllt er also die Unendlichkeit, nennen wir sie der Einfachheit mal „Universum“ mit einer Menge Energie, die zwar messbar, aber nicht sichtbar ist. Ich nenne sie darum ganz verwegen, „dunkle Materie“.

 

Irgendwann reichte der Platz nicht mehr.

 

Die gesamte zweidimensionale Fläche des Universums war irgendwann vollkommen befüllt. Aber der Ping war. ist wohl noch immer, in Bewegung und schafft immer mehr Daten und Entropie.

 

Platz wird selbst in der Unendlichkeit irgendwann mal eng. Aber da geschah etwas, das eine unendliche Zeitspanne später für Datenverarbeitung wegweisend sein würde:

 

Der Ur-ping begann, den Raum auf seinem Weg nicht nur 2-Dimensional zu füllen, sondern begann seinen Weg in sich selbst zu falten und zu verschlingern. (Ähnlich wie wir es heute noch bei einem Gehirn sehen. Eine eindimensionale Linie wird so gefaltet, das an der eindimensionalen Oberfläche größtmöglicher Speicherplatz geschaffen wird.)

 

So wurde aus einer Dimension plötzlich durch die Faltungen viele Dimensionen. (Linie, Fläche, Volumen, Zeit, Kleinsche Flasche…und vieles das ich mir noch gar nicht vorgestellt habe, aber auf das ich mich schon freue!)

 

Die Kleinsche Flasche:

 

Aber halt, die „Kleinsche Flasche“ ist auch so ein seltsames Ding das nicht jeder auf anhieb erkennen muss. Wenn man zum ersten mal davon hört, mögen sich Zweifel regen, aber bei genauer Betrachtung und in nur einer Dimension gewebt, ist das Konzept  kein Zauber und kein Wunderwerk.

 

(Die Kleinsche Flasche keine Innen- und keine Außenseite. Sie ist ein Objekt das durch sich selbst hindurchgeht, ohne sich dabei zu schneiden. Kein Oben, kein Unten, kein Innen, kein Außen. O Mann! Was das für eine Skatebahn wäre!)

 

Aber kaum schien ein Problem gelöst, ergab sich das Nächste

 

Wie wir oben schon bemerkten wird aus Energie Masse mit messbarer Gravitation. Wie Euch sicher jeder Physiker sagen wird:

 

wo Gravitation ist, kann weitere Gravitation entstehen, und

wenn sich genug Mini-Kleinstteilichen zusammenrotten, so wird plötzlich aus einer Menge unstrukturierte Daten Masse, die eine Information trägt.

 

Oder, anders gesagt:

 

Louis de Broglie, 1924, hat gezeigt, dass jede Masse auch eine Wellenlänge hat. Je schwerer, desto kürzer die Welle, desto enger gepackt ist die Frequenz.

 

Kurz, Masse ist Energie die sehr langsam schwingt und frequenziell eng gepackt ist. (In der Musik wäre das wohl ein sehr schnelles Stakkato?)

 

Diese sich zufällig bildende Masse kann aufgrund der vielfältigen, unterschiedlichen Daten die unterschiedlichsten Aggregatzustände und Strukturen annehmen. (Schaut nur Kohlenstoff! Locker gepackt wird er Kohle, aber etwas strukturierter ein wertvoller Diamant.)

 

Das ist keine reine Fantasie:

 

Am 4. Februar 2026 hat die STAR Kollaboration am Brookhaven National Laboratory erstmals direkt beobachtet, wie genau das passiert.

 

Aus dem scheinbar leeren Vakuum, aus reinem Rauschen, entstanden Quark-Antiquark-Paare. Nicht aus kollidierenden Teilchen, sondern direkt aus dem Nichts aber mit messbarem Spin und messbarer Masse.

 

Das Universum hat sich also bei diesem Experiment quasi selbst beim Schöpfen zugeschaut.

 

Und damit hatten wir die Zutaten.

 

Nicht viel war nötig, wenn man es so betrachtet. Ein Ping, ein bisschen Entropie, ein paar Quarks die sich nicht entscheiden konnten ob sie lieber Energie oder Masse sein wollen. Und eine Menge, Menge Zeit.

 

Aber das Universum ist geduldig. Es hatte alle Zeit die es braucht. Sozusagen alle Zeit der Welt. Weil es die Zeit ja gerade erst erfunden hatt und falten kann, wie es ihm unter den gegebenen Naturgesetzen (die es sich selbst auferlegte, oder die sich logisch und beinah konsepent ergeben), gerade am Energiesparendsten scheint.

 

Was als nächstes passierte, war auch keine Explosion oder großer Plan. Es passierte einfach. Aber so viel kann ich verraten. Es wurde interessant.

 

Aber davon mehr im zweiten Teil der Geschichte.  

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